Eine App zu veröffentlichen heißt 2026, das fertige App-Paket über App Store Connect und die Google Play Console einzureichen und nach der Freigabe im Store zu listen – nötig sind ein Apple-Entwicklerkonto (rund 99 USD/Jahr), ein Google-Konto (25 USD einmalig) und vollständige Store-Assets.
Die Veröffentlichung ist der Prozess, eine fertige App über die Entwicklerplattform des jeweiligen Stores einzureichen, prüfen zu lassen und anschließend öffentlich verfügbar zu machen. Bei Apple läuft das über App Store Connect, bei Google über die Google Play Console.
Der Ablauf ist in beiden Stores ähnlich: Entwicklerkonto anlegen, App-Eintrag mit Assets und Beschreibung erstellen, das Build hochladen und zur Prüfung einreichen. Nach der Freigabe entscheidet man selbst über den Release-Zeitpunkt.
Die Reihenfolge in Kurzform: Konto und Identität verifizieren, App-ID und Signaturen einrichten, Store-Listing mit Screenshots und Datenschutzangaben füllen, Test-Build ausrollen und final zur Review einreichen. Wer die App entwickeln lässt, sollte diese Schritte schon in der Planung mitdenken.
Wichtig vorweg: Apple und Google prüfen jede App vor der Freigabe. Ein sauberer erster Eindruck – vollständige Angaben, keine Platzhalter, funktionierende Kernfunktionen – verkürzt den Weg in den Store spürbar.
Das Entwicklerkonto ist die Voraussetzung, um überhaupt in einen Store veröffentlichen zu dürfen – bei Apple ist es ein Jahresabo, bei Google eine einmalige Gebühr. Die Beträge sind 2026 unverändert niedrig, das eigentliche Investment steckt in Entwicklung und Vorbereitung.
Apple verlangt für das Apple Developer Program rund 99 USD pro Jahr (in Deutschland meist als 99 € jährlich abgerechnet). Google berechnet für die Play Console eine einmalige Registrierungsgebühr von 25 USD (rund 25 €) – danach fallen keine wiederkehrenden Kontokosten an.
| Punkt | Apple App Store | Google Play Store |
|---|---|---|
| Kontogebühr | ca. 99 USD / Jahr (jährlich) | 25 USD einmalig |
| Plattform | App Store Connect | Google Play Console |
| Identitätsprüfung | Ja, Konto-Verifizierung | Ja, teils bis zu 2 Werktage |
| Testpflicht vor Release | Nein (TestFlight optional) | Neue Privatkonten: 12 Tester, 14 Tage |
| Umsatzbeteiligung Store | 15–30 % je nach Modell | 15–30 % je nach Modell |
Wichtig: Diese Zahlen sind marktübliche Spannen. Zu den Kontogebühren kommen einmalige Aufwände für Store-Assets, Datenschutztexte und Einrichtung – je nach Eigenleistung von nahezu 0 € bis zu mehreren Tausend Euro. Eine Gesamtübersicht bietet der Ratgeber App-Entwicklung Kosten 2026.
Der App-Review ist die Prüfung durch Apple oder Google, bei der eine eingereichte App auf Richtlinien, Funktion und Sicherheit kontrolliert wird. Die reine Prüfdauer ist 2026 kurz – der Gesamtweg bis zur Freigabe hängt aber stark vom Store und Kontotyp ab.
Bei Apple liegt die durchschnittliche Review-Zeit 2026 bei etwa 24 bis 72 Stunden. Komplexe Fälle – etwa Apps mit KI-Funktionen, Zahlungsverkehr oder in regulierten Branchen – können 7 bis 10 Tage in Anspruch nehmen.
Bei Google ist die technische Prüfung ähnlich flott, doch neue persönliche Konten müssen vorab einen geschlossenen Test bestehen. Dieser Test bindet mindestens 14 Tage – realistisch sollte man bei Google mit zwei bis vier Wochen bis zur ersten Produktionsfreigabe rechnen.
Praxis-Tipp: Reiche früh eine Testversion ein und plane Puffer für mögliche Rückfragen der Reviewer ein. Wie sich das in den Gesamtplan einfügt, zeigt der Ratgeber Wie lange dauert App-Entwicklung?.
Anforderungen sind die Richtlinien, die eine App erfüllen muss, um freigegeben zu werden – erfüllt sie sie nicht, folgt eine Ablehnung. Die meisten Ablehnungen sind gut vermeidbar und meist innerhalb eines Tages behebbar.
Der häufigste Ablehnungsgrund bleibt mangelnde App-Vollständigkeit: Abstürze, unfertige Funktionen oder Platzhalter wie „Lorem Ipsum“ verstoßen gegen Apples Guideline 2.1. Auch unvollständige oder irreführende Metadaten führen regelmäßig zur Zurückweisung.
Am schnellsten wächst 2026 die Kategorie Datenschutz. Jede eingebundene Drittanbieter-Bibliothek braucht bei Apple ein Privacy-Manifest, und Apps, die externe KI-Dienste nutzen, müssen vor jeder Datenweitergabe einen Einwilligungsdialog mit Anbieter und Datenart zeigen.
Technisch gilt bei Apple ab dem 28. April 2026: Neue Builds müssen mit aktuellem Xcode und dem iOS-26-SDK erstellt sein. Bei Google ist zudem die „Data safety“-Angabe im Play-Listing Pflicht. Beim Thema Datenschutz und sichere Datenverarbeitung unterstützt unsere IT-Sicherheit.
Typische Ablehnungsgründe im Überblick: Abstürze und unfertige Features, Platzhalter-Inhalte, fehlende Privacy-Manifeste, unklare Datenschutzangaben, minderwertige oder kopierte Inhalte (Apple Guideline 4.3) sowie falsche Screenshots oder Metadaten.
Store-Assets sind die grafischen und textlichen Bausteine des App-Eintrags – App-Icon, Screenshots, Beschreibung und Datenschutzangaben. Ohne vollständige Assets lässt sich eine App weder einreichen noch bewerben.
Apple verlangt ein App-Icon in 1024 × 1024 px (PNG ohne Transparenz) sowie Screenshots in den aktuellen iPhone-Formaten. Google fordert ein 512 × 512-px-Icon, eine Feature-Grafik in exakt 1024 × 500 px und mindestens zwei Screenshots je Gerätetyp.
| Asset | Apple App Store | Google Play Store |
|---|---|---|
| App-Icon | 1024 × 1024 px, PNG, ohne Alpha | 512 × 512 px, PNG (32-bit) |
| Feature-Grafik | nicht erforderlich | exakt 1024 × 500 px |
| Screenshots | aktuelle iPhone-/iPad-Formate | min. 2, max. 8 je Gerät |
| Text-Metadaten | Name, Untertitel, Keywords, Beschreibung | Titel, Kurz- & Langbeschreibung |
| Pflichtangaben | Datenschutz-Label, Privacy-Manifest | Data-safety, Datenschutz-URL |
Die genauen Pixelmaße ändern sich mit neuen Geräten – prüfe die Vorgaben in App Store Connect und der Play Console kurz vor dem Upload. Ob native App oder Web-Alternative sinnvoller ist, klärt der Vergleich App vs. PWA; für die technische Umsetzung lohnt ein Blick auf Web-App-Entwicklung.
Der Zeitplan ist die grobe Abfolge von der Kontoeröffnung bis zum öffentlichen Release. Realistisch dauert der Weg vom fertigen Build in den Store zwei bis fünf Wochen – vor allem wegen Googles Testpflicht und möglicher Review-Schleifen.
Beispiel-Ablauf: In Woche 1 Konten anlegen und Identität verifizieren, App-IDs und Signaturen einrichten. In Woche 2 die Store-Listings mit Assets, Beschreibungen und Datenschutzangaben füllen und den ersten Test-Build hochladen.
Ab Woche 2 startet bei Google der 14-tägige geschlossene Test mit mindestens 12 Testern. Parallel lässt sich die iOS-App bei Apple bereits zur Review einreichen – dort ist meist nach 1 bis 3 Tagen eine Entscheidung da.
Wer plattformübergreifend mit Flutter baut, spart Zeit bei Assets und Pflege, weil beide Stores aus einer Codebasis bedient werden. Die grundsätzliche Abwägung dazu behandeln die Ratgeber Native vs. Cross-Platform und iOS oder Android zuerst?.
Tipp für kleine Budgets: Starte mit einem MVP, sammle über den geschlossenen Test echtes Feedback und veröffentliche erst danach breit. Was ein MVP genau ausmacht, erklärt der Ratgeber MVP: Definition, Vorteile & Ablauf. Nach dem Launch geht es mit Updates weiter – siehe Software-Wartung und die laufenden Kosten unter App-Wartung: Kosten & Aufwand.
Die reinen Kontogebühren betragen 2026 bei Apple rund 99 USD pro Jahr (in Deutschland meist als 99 € jährlich abgerechnet) und bei Google 25 USD einmalig (rund 25 €). Damit sind beide Stores dauerhaft nutzbar. Hinzu kommen einmalige Aufwände für Store-Assets, Datenschutztexte und die Einrichtung – realistisch je nach Eigenleistung 0 bis mehrere Tausend Euro.
Der Apple App Review dauert 2026 meist 24 bis 72 Stunden; Sonderfälle wie KI-Funktionen oder regulierte Branchen können 7 bis 10 Tage brauchen. Bei Google ist die Freigabe technisch ähnlich schnell, doch neue persönliche Konten müssen vorab einen 14-tägigen geschlossenen Test mit mindestens 12 Testern absolvieren. Plane deshalb bei Google eher zwei bis vier Wochen bis zur ersten Produktionsfreigabe.
Die häufigsten Ablehnungsgründe sind Abstürze und unfertige Funktionen (Guideline 2.1 App-Vollständigkeit), Platzhalter-Inhalte, unvollständige Metadaten sowie fehlende Datenschutzangaben. 2026 ist besonders das Thema Privacy relevant: Jede eingebundene Drittanbieter-Bibliothek braucht ein Privacy-Manifest, und Apps mit externen KI-Diensten müssen vor der Datenweitergabe einen Einwilligungsdialog zeigen.
Für persönliche Google-Play-Konten, die nach dem 13. November 2023 erstellt wurden, ja. Vor der Produktionsfreigabe ist ein geschlossener Test mit mindestens 12 Testern über 14 zusammenhängende Tage verpflichtend. Organisationskonten und ältere persönliche Konten sind davon ausgenommen und dürfen direkt in die Produktion veröffentlichen.
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