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„Wir zahlen 8.000 € im Monat für AWS und wissen nicht wofür." – Das ist kein Einzelfall. Cloud-Kosten sind notorisch schwer zu überblicken. Hier sind 10 Maßnahmen, die sofort helfen.

Ergebnis: Unsere Kunden sparen nach einem Cloud-Cost-Review im Schnitt 35–55% ihrer monatlichen Rechnung – ohne Leistungseinbußen.

1. Reserved Instances / Committed Use

Wer weiß, dass er eine bestimmte VM-Größe mindestens 1 Jahr nutzt, zahlt mit Reserved Instances (AWS) oder Committed Use Discounts (GCP) bis zu 72% weniger als On-Demand. Der häufigste Fehler: Alles läuft On-Demand, obwohl Workloads stabil und vorhersehbar sind.

2. Spot/Preemptible Instances für Batch-Jobs

Machine-Learning-Training, Datenverarbeitungs-Pipelines, CI/CD-Builds – all das muss nicht auf teuren On-Demand-Instanzen laufen. Spot Instances kosten bis zu 90% weniger. Sie können jederzeit unterbrochen werden, was für idempotente Batch-Jobs kein Problem ist.

3. Idle Resources identifizieren

AWS Trusted Advisor und GCP Recommender zeigen dir Ressourcen, die kaum genutzt werden: EBS-Volumes ohne EC2-Instanz, Load Balancer ohne Traffic, RDS-Instanzen die schlafen. Diese einfach löschen oder herunterskalieren.

4. Richtige Instanz-Größe wählen (Right-Sizing)

Eine c5.2xlarge läuft bei 10% CPU-Auslastung? Zeit für Right-Sizing. CloudWatch/Cloud Monitoring zeigen die tatsächliche Auslastung. Regel: Wenn durchschnittliche CPU unter 40%, eine Größe kleiner wählen.

5. S3/GCS Lifecycle-Policies einrichten

Logs und Backups die älter als 90 Tage sind, gehören nicht in Standard-Storage. Mit Lifecycle-Policies automatisch zu Glacier (AWS) oder Nearline/Coldline (GCP) verschieben. Ersparnis: bis zu 95% bei selten abgerufenen Daten.

6. NAT Gateway Traffic minimieren

NAT Gateways sind eine unterschätzte Kostenfalle: 0,045 $ pro GB verarbeiteter Daten. Lösungen: VPC Endpoints für AWS-Services nutzen, Direct Internet Access für öffentliche Workloads, Traffic-Analyse mit VPC Flow Logs.

7. Auto-Scaling richtig konfigurieren

Wer feste Kapazität für Peak-Traffic vorhält, zahlt 24/7 für Ressourcen die 20h/Tag ungenutzt sind. Auto-Scaling Groups passen die Kapazität dynamisch an – nachts weniger Instanzen, tagsüber mehr.

8. Data Transfer Costs reduzieren

Daten innerhalb derselben Availability Zone zu übertragen ist kostenlos. Zwischen Zones: bezahlpflichtig. Zwischen Regionen: teuer. Architektur so gestalten, dass intensive Kommunikation innerhalb einer AZ stattfindet.

9. CloudFront/CDN für statische Assets

Bilder, JS, CSS direkt vom Application-Server auszuliefern verursacht teure Egress-Kosten. Ein CDN wie CloudFront cached diese Inhalte am Edge – Kosten sinken drastisch, Performance steigt.

10. Tagging-Strategie und Budget-Alerts

Ohne Tags weiß niemand welches Team, welches Produkt oder welches Feature was kostet. Tagging von Anfang an ist die Voraussetzung für Cost Allocation. Dazu: Budget-Alerts bei 80% und 100% des Monatsbudgets einrichten.

Fazit

Cloud-Kosten sind steuerbar – aber nur wenn man sie versteht. Ein strukturierter Cost-Review deckt fast immer Einsparpotenziale im fünfstelligen Jahresbereich auf. Wir unterstützen euch beim Cloud-Kostenreview und bei der Umsetzung dieser Maßnahmen.

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